Höchberg/Würzburg (POW) Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann hat auf die öffentlich gewordenen Reaktionen zu seiner Videobotschaft vom 2. März anlässlich des Abschlusses der ersten Phase der Aufarbeitung in Höchberg reagiert. Seine Stellungnahme wurde am Samstagabend, 7., und Sonntag, 8. März, in den Gottesdiensten in Höchberg vorgelesen. Bischof Hofmann schreibt:
„Liebe Schwestern und Brüder in Höchberg,
ich wende mich heute noch einmal an Sie. Sie haben bei der Informationsveranstaltung am vergangenen Montag ein sichtbares Zeichen meiner persönlichen Verantwortungsübernahme erwartet. Ich sehe, dass meine bisherige Stellungnahme nicht ausgereicht hat. Sie hat eine Lücke in der persönlichen Verantwortungsübernahme hinterlassen. Deswegen ziehe ich eine klare Konsequenz: Ich gebe den Titel des Ehrendomherrn an der Kathedrale von Würzburg zurück. Ich erkenne an, dass mein Handeln im Jahr 2010 im Bezug auf Ihren damaligen Pfarrer falsch war. Dafür bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich stelle nochmal fest, dass ich für mein Fehlverhalten die persönliche Verantwortung übernehme.“
Vorgetragen wurde zugleich eine von den Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinsamen Pfarrgemeinderates der Pfarreiengemeinschaft Höchberg und der Kirchenverwaltung Sankt Norbert verfasste Reaktion auf die obige Stellungnahme:
„Der Pfarrgemeinderat Höchberg und die Kirchenverwaltung Sankt Norbert begrüßen, dass Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann nun Verantwortung für sein Verhalten übernimmt und Konsequenzen aus seinen persönlichen Versäumnissen in den Jahren 2010 zieht. Bedauerlich ist, dass er diesen Schritt offenbar erst aufgrund der Informationsveranstaltung in Höchberg gehen konnte. Wir können jetzt gut die zweite Phase des Aufarbeitungsprozesses beginnen. Das Prozessteam wird sich bei einem nächsten Treffen zur Reflexion am 18. März 2026 ausführlich mit der Stellungnahme von Bischof em. Hofmann befassen und den Einstieg in die zweite Phase des Aufarbeitungsprozesses vorbereiten.“
(22 Zeilen/1126/0250; E-Mail voraus)

